36. Muldestauseeregatta

von Jens Grumbach (Kommentare: 0)

Die 36. Muldestauseeregatta des WSC Friedersdorf ist Geschichte. Und was für eine!

620 Sportler aus fast 40 Vereinen haben in packenden Rennen sportlich fair ihre Besten ermittelt. Das klingt so einfach und lässt doch kaum vermuten, wieviel Zeit und Kraft dahinter steckt, es so leicht aussehen zu lassen, es den großen und kleinen Kanuten zu ermöglichen, sich ganz und gar auf ihre Wettkämpfe zu konzentrieren. Deshalb möchte ich hier an dieser Stelle einmal die sportlichen Ergebnisse etwas an den Rand stellen (die können eh nachgelesen werden) und mich darauf beschränken,
D A N K E ! D A N K E ! D A N K E !
zu sagen.

 Die Aufzählung stellt keine Wertung dar, aber mit einem muss man ja anfangen...

 Danke, liebe Sportfreunde, liebe Gäste, dass ihr bei uns wart und unsere Regatta zu einem sportlichen Großereignis gemacht habt. Und ihr wart fantastische Gäste! Wenn über 1000 Menschen auf so engem Raum zusammenkommen, dann braucht es viel Gelassenheit und Geduld, um friedlich miteinander auszukommen. Wenn dann zwei Tage lang die Anfeuerungsrufe am Ufer und die nervige Stimme des Regattasprechers das Lauteste sind, was man von diesem Event hört, dann ist das gerade in der heutigen Zeit bemerkenswert. Noch bemerkenswerter ist, dass man am Sonntag Abend beinahe nicht gesehen hat, dass zwei Tage lang so viele Leute das Areal unseres Vereins bevölkert haben. Das kenne ich von anderen Veranstaltungen anders. Habt ganz dicken Dank dafür.

 Danke an unsere Abteilung Rennsport, die mit viel Fleiß und Schweiß dafür gesorgt haben, dass wir allen Sportlern optimale Bedingungen präsentieren konnten. Strecke, Stege, Uferbereich, all das wurde von euch in unzähligen Stunden perfekt vorbereitet.

 Danke an all die anderen Vereinsmitglieder, die uns bei Vorbereitung und Durchführung der Regatta unterstützt haben. Ob Frühstücksvorbereitung oder Bierwagenbetreuung, einfach das Rundumverwöhnprogramm, dass von unseren Gästen immer wieder gelobt wird.

Ein ganz großes Dankeschön geht an unsere Kanu-Eltern. Eigentlich nehmen ja nur eure Kinder an den Wettkämpfen teil. Ihr hättet endlich mal wieder Zeit für euch gehabt, ein ganzes Wochenende lang. Und trotzdem backt ihr Kuchen, betreut die Fressmeile, helft beim Auf- und Abbau. Um solche Eltern werden wir von so manchem Verein beneidet. Ihr seid der helle Wahnsinn!

Bedanken möchten wir uns ebenfalls bei den Kameraden der Wasserwacht und des Rettungsdienstes des DRK in Bitterfeld sowie der Freiwilligen Feuerwehr Friedersdorf. Zum Glück war nur Pflastern angesagt, aber eine professionelle Absicherung gehört zu einer solch großen Veranstaltung einfach dazu. Wir sind sehr froh, dass wir in euch so verlässliche Partner gefunden haben.

Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Mädels von TOKO. Wenn 1000 Leute sanitäre Einrichtungen nutzen, dann braucht man Profis, die alles sauber halten. Wenn dann die Profis auch noch so nett und freundlich sind, wie ihr, dann haben wir euch gern in unserem Regattateam.

Gleiches gilt für das Küchenteam. Mit 300 Mittagessen pro Tag habt ihr eine meisterliche Leistung gebracht. Ein janz dicket Danke! dafür.

Erwähnt sei auch das Team um Denny Faber, die Hüter des Grals (offiziell Programm genannt). Voller Einsatz mit Nachtschichten ließen die Jungs zwar rumlaufen, wie der Tod auf Latschen, aber es hat alles nahezu reibungslos funktioniert. Respekt für diese Leistung und ein herzliches Dankschön nach Halle.

Vergessen wollen wir auch nicht die vielen Kampfrichter aus den Gastvereinen. Ohne euch, wäre eine solche Regatta ein Spiel ohne Regeln und dann würden wohl zwei Rettungssanitäter nicht genügen ;-). 

Naja und die Starter... Auch wenn so mancher Zwerg schimpfend vom Wasser kam und seine suboptimale Platzierung mit einem wütenden: "Der Starter war soo doooof!" zu erklären versuchte, habt ihr doch richtig gute Arbeit geleistet. Bemerkenswert waren vor allem die Starts, bei denen ihr die quer stehenden Boote ohne erneutes Einschwimmen los geschickt habt. Ohne eure Konsequenz wäre die Regatta heute noch nicht zu Ende. Respekt! und ein herzliches Dankeschön auch an euch.

Einen möchte ich zum Schluss noch ganz ausdrücklich erwähnen und ihm ganz besonders danken. Ohne seine Einsatzbereitschaft und seine Energie wäre so vieles nicht möglich bei uns. Er ist der Drängler, der Macher, der Hüter...
Ohne ihn hättet ihr alle keinen Strom gehabt, ihr hättet nicht einmal unten am Ufer zelten können (da hatten die Wildschweine umgegraben, aber richtig). Wenn sich also einer in den letzten zwei Jahren den Arsch so richtig aufgerissen hat bei uns im Bootshaus, dann er. All die positiven Veränderungen, sei es der schicke Giebel an der Steinbaracke, die neuen Treppen und der Pflasterweg an der Trainerbaracke, das geile Vordach oder zuletzt die neu gepflanzten Platanen, sind sein Werk. Und wenn die Kinder ihn im Trainingslager zum Grillen einladen, bekommt er feuchte Augen. Für "seine" Kinder gibt er alles! Die Rede ist von unserem Bootshauswart Jürgen. Ihm gebührt das fetteste DANKE !!!

Ich wage zu behaupten, dass wir nach der legendären Sprintregatta von Hof die zweitgrößte Vereinsregatta Deutschlands ausrichten. Und wir waren dabei! Das wäre ohne all die oben Genannten nicht im Ansatz möglich. Wir lehnen uns kurz zurück, genießen die Erinnerung an ein grandioses Wochenende und freuen uns auf die 37. Muldestauseeregatta.

In diesem Sinne...
Sagt niemals "rudern"!

Text von Christian Götschel

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